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myWOMAN-Kolumnistin und Autorin K. Grabner-Hayden über ihren turbulenten Alltag mit Kind und Kegel

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Donnerstag, 04.02.2016, 09:17

Assoziation ist die Verknüpfung von Reizen, so haben wir es in der Schule gelernt. Herr Pawlow wurde ja berühmt mit seinem Hundeexperiment: Ein neutraler Reiz (z. B. Klingeln einer Glocke), löst eine bestimmte, zuvor mit einem anderen Reiz (Anblick oder Geruch von Futter) verknüpfte Reaktion aus – Hunger.
Diesem primitiven Reiz-Reaktionsschema kann sich der intelligente Mensch auch mit größter Vernunft und Disziplin nicht entziehen.
Hat jeder, kennt jeder. Ein paar Beispiele gefällig? Fußballgebrüll löst Durst nach Bier aus, der Anblick eines String Tangas – den Wunsch nach Sex (zumindest bei der männlichen Spezies), ein Nicht genügend im Heft eines Kindes – Mordabsichten (gegenüber dem Pädagogen) oder der Geruch einer Zahnarztpraxis – Schweißausbrüche.
Ich muss zugeben, meine neuronalen Verschaltungen im Gehirn sind beängstigend. Denn offensichtlich triggert sich der einfache Reiz wie das Aufklappen meines Notebooks an einer Nervenzelle an, wo ich ihn gar nicht haben will. Der Computer löst in mir einen unbändigen Speichelfluss aus, den ich nur mit einer Zigarette befriedigen kann. Blöd für einen Schriftsteller. Entweder hört du mit dem Schreiben auf, weil das mit den Zigaretten deinen sicheren Tod bedeutet oder hörst mit den Zigaretten auf, aber dann kannst du nicht schreiben, dafür „frisst“ du wieder mehr, was aber auch zum sicheren Tod führt. Ein Teufelskreis, wenn Sie mich fragen.
Apropos Fressen: Eine meiner Katzen, ein Methusalem von einem Viech ist der lebende Beweis für dieses absonderliche Verhalten. Kaum hat sie ihre leergefressen Schüssel verlassen, fängt sie bei meinem Anblick sofort wieder mit ihrem flehenden Betteln an, ich bin sozusagen ihr Fressreiz. Kein Wunder, denke ich, nach den Feiertagen gleichen meine Proportionen ja wirklich mehr einer Kitekat-Dose, als einem Frauenkörper! Es kann und darf aber trotzdem nicht sein, dass sie meine Anwesenheit nicht mit Zärtlichkeit oder Liebe assoziiert, sondern mit ständigem Hunger, den sie mir in aufdringlicher Weise zur Kenntnis bringt.
Ich startete also ein Experiment und versuchte es mit anderem Geruch, einer Verkleidung, verschiedenen Verlockungen, das Tier von seinen Fressattacken abzulenken, nichts half. „Werner“ sah mich und fing wieder mit seinem lästigen Maunzen an. Irgendwo musste doch der Schlüssel sein, um diesen Schaltkreis zu entkoppeln. Ich glaubte ihn in Sattheit zu finden und fütterte dem Tier am Tag mindestens fünf Dosen. Er verschlang alle, hörte aber trotzdem nicht auf. Jetzt hat er bereits neun Kilo und schleift mühsam sein dickes Wams durch die Wohnung.
Während ich diesen Artikel schreibe, rauche ich eine Zigarette. Mir geht es wie meiner Katze und ich kann eigentlich gar nichts dafür. Ich habe es ohne, mit nur drei Zigaretten und mit ein paar Packungen probiert, das mit der Sattheit funktioniert nicht. Glauben Sie mir, ich öffne das Notebook und schon rinnt mir der Speichel herunter – Zigaretten!! Mein Mann meint lapidar, das läge weniger am Computer, als an meinen Schaltkreisen im Gehirn. Ja genau, habe ich ihm erklärt, es sei nicht meine Schuld, das würden fehlgeschaltete Synapsen in meinem Hirn machen, die assoziativen Reize, ich bin sozusagen „ein Kind Pawlows“.
Er hat mich natürlich nicht verstanden, nimmt sich gierig ein neues Bier aus dem Kühlschrank und geht zum Fernseher – Austria gegen Rapid. Er hat es auch! Gott sei Dank!

Eine Schöne Woche!
Eure Katharina